Beratungsunternehmen haben ein Anforderungsprofil, das sich von klassischen Handels- oder Produktionsbetrieben deutlich unterscheidet: Projektarbeit, Ressourcenplanung für Beraterinnen und Berater, oft ein zusätzliches Handelsgeschäft ohne eigenes Lager — und trotzdem der Wunsch nach einem einzigen System statt mehreren Insellösungen. Ein reales Lastenheft aus der ERP-Auswahl eines Beratungsunternehmens zeigt, wie konkret diese Anforderungen ausfallen können.
Der Rahmen: Eine Ausschreibung über einen spezialisierten Vergabeberater
Auch hier lief der Kontakt über ein Beratungsunternehmen, das den Auswahlprozess für seinen Kunden strukturierte. Nach der Chance zur Teilnahme wurde ein Lastenheft für die ERP-Auswahl übermittelt, das die Anforderungen des Kunden — ebenfalls ein Beratungsunternehmen — im Detail beschrieb.
Warum genau dieses Projekt gut ins Portfolio passte
Drei Punkte waren hier entscheidend, die sich in ähnlicher Form bei vielen Beratungsunternehmen wiederfinden:
- Neue Module im Ressourcenplanungs- und Veranstaltungsbereich, die genau auf projektbasierte Beratungsarbeit zugeschnitten sind
- Erfahrung mit Shopware-Projekten für das zusätzliche Handelsgeschäft der Beratungsfirma
- Bereits umgesetzte EDI-Anbindungen für Aufträge, Rechnungen und Lieferscheine mit Partnerunternehmen
Auftrags- und Warenwirtschaftsmodul auch ohne eigenes Lager
Eine Besonderheit vieler Beratungsunternehmen mit Handelsgeschäft: Es gibt kein eigenes Lager, Waren werden direkt über Partner abgewickelt. Das Auftrags- und Warenwirtschaftsmodul muss trotzdem lückenlos funktionieren — nur eben ohne physische Lagerbestandsführung, sondern mit Fokus auf Auftrags-, Rechnungs- und Lieferscheinprozesse in Zusammenarbeit mit externen Partnern.
Was Beratungsunternehmen bei der ERP-Auswahl besonders beachten sollten
Wer als Beratungsunternehmen ein ERP-System sucht, sollte gezielt prüfen, ob Ressourcenplanung für Projektarbeit und ein eigenständiges Handelsgeschäft ohne Lager im selben System sauber abgebildet werden können — viele Standardlösungen sind stark auf klassische Warenwirtschaft mit physischem Lager ausgelegt und passen hier nur bedingt.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen Beratungsunternehmen wirklich ein Warenwirtschaftsmodul?
Nur, wenn zusätzlich zur klassischen Beratungsleistung auch Handelsgeschäft betrieben wird — dann aber meist in einer schlankeren Form ohne physische Lagerverwaltung.
Wie wichtig ist EDI-Erfahrung bei der Anbieterauswahl?
Sehr wichtig, sobald Aufträge, Rechnungen oder Lieferscheine automatisiert mit Partnerunternehmen ausgetauscht werden sollen — das reduziert manuelle Fehlerquellen erheblich.
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