Nicht jede Softwareeinführung startet mit einem bestehenden System, das abgelöst werden muss. Manchmal beginnt ein Projekt komplett auf der grünen Wiese — ohne Altlasten, aber auch ohne die Möglichkeit, sich an gewachsenen Strukturen zu orientieren. Genau das war bei einem Unternehmen aus der Wasseraufbereitungsbranche der Fall.
Green Field statt Systemablöse
Anders als bei den meisten Projekten, bei denen ein bestehendes CRM oder ERP ersetzt wird, gab es hier praktisch keine digitale Vorgeschichte. Das bedeutet einerseits weniger Altlasten und Datenmigrationsprobleme — andererseits aber auch, dass sämtliche Prozesse von Grund auf neu gedacht und im System abgebildet werden mussten, ohne auf Erfahrungswerte aus einem Vorgängersystem zurückgreifen zu können.
Warum “viele Module notwendig” hier keine Übertreibung war
Schon in der Angebotsphase war klar: Dieses Projekt würde nicht mit zwei oder drei Modulen auskommen. Kontaktverwaltung, Auftragsabwicklung, Ressourcenplanung und Rechnungsstellung mussten von Anfang an ineinandergreifen, weil kein Teilbereich bereits digital abgebildet war, an den man hätte andocken können.
Der Ablauf: Von der Beauftragung zur Umsetzung
- Ausführliche Prozessdokumentation im Vorfeld, um das Lösungskonzept passgenau zu erarbeiten
- Gemeinsame Präsentation von Angebot und Lösungskonzept vor der finalen Beauftragung
- Umsetzung der automatisierten Abläufe und Prozesse als integraler Bestandteil des verkauften Leistungsumfangs, nicht als nachträgliche Zusatzleistung
Was Unternehmen mit ähnlichem Ausgangspunkt daraus lernen können
Bei einer Green-Field-Einführung lohnt sich besonders viel Zeit in der Prozessdokumentation vor der eigentlichen Umsetzung — ohne bestehendes System als Referenz muss jeder Ablauf explizit durchdacht werden, statt sich an “wie es bisher gemacht wurde” zu orientieren. Das ist aufwändiger, führt aber oft zu saubereren, besser durchdachten Prozessen als eine reine 1:1-Ablöse eines Altsystems.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Green-Field-Einführung aufwändiger als eine Systemablöse?
In der Vorbereitungsphase meist ja, weil alle Prozesse neu definiert werden müssen — in der technischen Umsetzung entfällt dafür der Aufwand für Datenmigration aus einem Altsystem.
Wie viele Module sind für einen kompletten Neustart realistisch?
Das hängt stark vom Geschäftsmodell ab — bei vollständig neuen digitalen Prozessen sind mehrere ineinandergreifende Module oft von Anfang an sinnvoll, statt Modul für Modul nachzurüsten.
Sie starten mit Ihrem Unternehmen komplett neu in die Digitalisierung, ohne bestehendes System? Wir begleiten Sie gerne von der Prozessdokumentation bis zur Umsetzung.
