Wer Anlagegüter wie Maschinen, Fahrzeuge oder IT-Ausstattung verwaltet, kennt die Herausforderung: Jedes Wirtschaftsgut hat ein eigenes Anschaffungsdatum, eigene Anschaffungskosten und eine eigene Nutzungsdauer. Wird die Abschreibung Jahr für Jahr händisch in einer Excel-Tabelle fortgeschrieben, schleichen sich früher oder später Fehler ein – ein falscher Buchwert, ein übersehenes Wirtschaftsgut oder eine Abschreibung, die im falschen Geschäftsjahr landet. Mit dem digitalen Anlagenverzeichnis in 1Tool lässt sich dieser Prozess deutlich vereinfachen: Anschaffungskosten, Anschaffungsdatum und Abschreibungsmethode werden einmal pro Wirtschaftsgut erfasst – den Rest übernimmt das System automatisch.
Welche Abschreibungsmethode passt zu welchem Wirtschaftsgut?
Im Anlagenregister von 1Tool stehen für jedes Wirtschaftsgut vier Varianten zur Auswahl:
- Linear: Die Anschaffungskosten werden gleichmäßig über die Nutzungsdauer verteilt – die klassische, am häufigsten verwendete Methode für die meisten Anlagegüter.
- Degressiv: Die Abschreibung fällt in den ersten Jahren höher aus und nimmt danach ab, da sie sich am jeweiligen Restbuchwert orientiert.
- GWG (geringwertige Wirtschaftsgüter): Für Anschaffungen unter einer bestimmten Wertgrenze erlaubt das österreichische Steuerrecht eine Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung.
- Manuell: Für Sonderfälle, in denen ein individueller Abschreibungsverlauf hinterlegt werden soll.
Welche Methode im konkreten Fall zulässig oder steuerlich am sinnvollsten ist, hängt von der Art des Wirtschaftsguts und den jeweils geltenden Bestimmungen ab. Diese Einschätzung sollte immer gemeinsam mit dem Steuerberater getroffen werden – 1Tool bildet die gewählte Methode ab und übernimmt die Berechnung, ersetzt aber keine steuerliche Beratung.
Vom Abschreibungsplan direkt in die Buchhaltung
Sobald ein Wirtschaftsgut mit Anschaffungskosten, -datum und Abschreibungsmethode angelegt ist, erstellt 1Tool automatisch einen vollständigen Abschreibungsplan über die gesamte Nutzungsdauer. Für jedes Jahr sind Buchwert zu Jahresbeginn, Buchwert zu Jahresende und die geplante Abschreibungshöhe auf einen Blick ersichtlich – ohne eine einzige Formel selbst zu pflegen. Am Ende eines Geschäftsjahres genügt eine Aktion: Mit “AfA für das Jahr buchen“ wird der planmäßige Abschreibungsbetrag direkt in die Buchhaltung übernommen. Das reduziert nicht nur den manuellen Aufwand, sondern auch das Risiko, eine Abschreibung zu vergessen oder doppelt zu buchen.
Eine Übersicht, wie sie der Steuerberater erwartet
Für die Zusammenarbeit mit der Steuerberatungskanzlei bietet 1Tool eine Sachkonten-Übersicht, die die Anlagenwerte pro Konto zusammenfasst – genau in der Form, die für die Anlagenbuchhaltung üblicherweise benötigt wird. Ergänzend sorgt eine numerisch korrekte Sortierung nach Inventarnummer dafür, dass Wirtschaftsgüter auch bei größeren Anlagenverzeichnissen (Inventarnummer 2 vor 10, nicht dahinter) in der richtigen Reihenfolge erscheinen – ein kleines, aber im Arbeitsalltag spürbares Detail.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet GWG und wann darf ich diese Methode nutzen?
GWG steht für geringwertige Wirtschaftsgüter und erlaubt in Österreich unter bestimmten Voraussetzungen eine Sofortabschreibung im Anschaffungsjahr. Ob ein konkretes Wirtschaftsgut die Voraussetzungen erfüllt, klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater – in 1Tool wählen Sie die Methode dann einfach im Anlagenregister aus.
Wird die Abschreibung automatisch in die Buchhaltung übernommen?
Die Berechnung erfolgt automatisch über den generierten Abschreibungsplan. Die tatsächliche Verbuchung stoßen Sie bewusst über die Aktion “AfA für das Jahr buchen“ an, sodass Sie die Kontrolle behalten, wann die Abschreibung eines Geschäftsjahres in die Buchhaltung einfließt.
Kann ich für unterschiedliche Wirtschaftsgüter unterschiedliche Abschreibungsmethoden verwenden?
Ja. Die Abschreibungsmethode – linear, degressiv, GWG oder manuell – wird individuell pro Wirtschaftsgut im Anlagenverzeichnis festgelegt.
Möchten Sie Ihr Anlagenverzeichnis ohne Excel und ohne manuelle Abschreibungspläne führen?
