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Lexikon · 24. Juli 2026

Lastenheft

Lastenheft

Ein Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers, WAS von einer Software oder Lösung benötigt wird — unabhängig davon, wie ein Anbieter das technisch umsetzt.

Definition

Das Lastenheft ist Teil der Vorbereitung einer Ausschreibung oder Softwareauswahl. Es listet die Anforderungen des Auftraggebers auf — funktional, technisch und organisatorisch — und bildet die Grundlage, anhand derer Anbieter ihre Angebote erstellen. Ein gutes Lastenheft trennt dabei klar zwischen Muss-Kriterien (führen bei Nichterfüllung zum Ausschluss) und Kann-Kriterien (fließen nur in die Bewertung ein).

Lastenheft vs. Pflichtenheft

Während das Lastenheft die Anforderung definiert (WAS wird gebraucht), beschreibt das Pflichtenheft aus Sicht des Anbieters, WIE diese Anforderungen konkret umgesetzt werden. Das Pflichtenheft entsteht in der Regel erst nach Zuschlag oder in der finalen Angebotsphase, auf Basis des Lastenhefts.

Was gehört in ein gutes Lastenheft?

  • Klare Trennung von Muss- und Kann-Kriterien
  • Funktionale Anforderungen je Modul (z. B. CRM, ERP, Rechnungswesen)
  • Schnittstellen- und Migrationsanforderungen
  • Rechtliche Vorgaben (z. B. GoBD, DSGVO)
  • Realistischer Zeitplan für die Auswahl

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